Was eine unbesetzte Führungsposition wirklich kostet
Gehalt gespart, Schaden entstanden: Warum Vakanzen in Schlüsselrollen teurer sind, als die Kostenstelle zeigt – und wie Sie die Größenordnung abschätzen.

Wenn eine Bereichsleitung drei Monate unbesetzt bleibt, sieht die Kostenstelle zunächst gut aus: Das Gehalt fällt weg. Die eigentlichen Kosten tauchen an anderer Stelle auf – und meist später.
Wo die Kosten entstehen
- Entscheidungen bleiben liegen oder werden eine Ebene höher getroffen, wo die Zeit fehlt
- Projekte verzögern sich, Kunden spüren fehlende Ansprechpartner
- Das Team übernimmt Aufgaben zusätzlich – mit Folgen für Leistung und Bindung
- Nach der Besetzung braucht auch die beste Führungskraft Monate, bis sie voll wirkt
Eine einfache Faustregel
Führungskräfte erwirtschaften ein Vielfaches ihres Gehalts. Ein gängiger Ansatz rechnet je nach Ebene mit dem Eineinhalb- bis Dreifachen des Jahresgehalts als Wertbeitrag. Geteilt durch rund 220 Arbeitstage ergibt sich ein Tageswert, der mit jedem Tag der Vakanz verloren geht – dazu kommt die Einarbeitungszeit.
Was daraus folgt
Zwei Dinge: Erstens lohnt es sich, eine Besetzung früh und strukturiert anzugehen, statt erst zu suchen, wenn die Position frei ist. Zweitens kann Interim Management eine wirtschaftlich sinnvolle Brücke sein, wenn absehbar ist, dass die dauerhafte Besetzung Zeit braucht.
Mit unserem Vakanzkosten-Rechner schätzen Sie die Größenordnung für Ihre Position in einer Minute ab.


